Trockenheit in vielen
Regionen Österreichs

Der Sommer 2022 reiht sich in eine immer länger werdende Liste zu trockener Jahre ein. Woran liegt das? Welche Auswirkungen hat das auf das Grundwasser, die Landwirtschaft und unsere Gesellschaft? Und was können wir als Verband sowie als Konsumentinnen und Konsumenten unternehmen?

Trotz länger andauernden Trockenperioden ist sauberes Trinkwasser von hoher Qualität in Österreich gesichert. Dies ist durch vermehrte Anstrengungen und Investitionen in die Infrastruktur und Anwendung der rechtlichen Rahmenbedingungen zum Schutz des Grundwassers möglich.

Der Ausgangspunkt

Extreme Wettersituationen werden laut Meteorologen in Zukunft häufiger auftreten. Daher wurden in den letzten 20 Jahren in etwa 3 Milliarden Euro in die Sicherung und Versorgung direkt von Gemeinden selbst investiert. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft unterstützte diese Investitionen mit über 500 Millionen Euro. Für den Ausbau und die Sanierung der Trinkwasser-Infrastruktur werden jedoch noch weitere Investitionen benötigt, um auch weiterhin für die zu erwartenden klimatischen Bedingungen gerüstet zu sein.

Auswirkungen

Durch Dürre- und Hitzeperioden kann es zu Nutzungskonflikten zwischen den Grundwassernutzern kommen. Gerade Gärtnereien und Landwirtschaftsbetriebe sind in langen Trockenperioden auf Bewässerung angewiesen. Aber auch Kraftwerke, Industrie und Gewerbe sind bei Wassermangel durch Hitzewellen betroffen. Darum muss für künftige Dürre- und Hitzeperioden das Bewusstsein zum Wassersparen gestärkt werden, um problematische Verbrauchspitzen abmindern zu können. Derartige Verbrauchsspitzen können in manchen Tagen bis zum 4-fachen des Normalverbrauches ansteigen und bringen die Versorgungsanlagen an die Kapazitätsgrenze.

Die Grundwasserqualität erhalten

Dürre- und Hitzeperioden können Auswirkungen auf die Qualität des Grundwassers haben: Denn sinkt der Grundwasserspiegel, steigt in Folge die Bedrohung durch diverse Schadstoffe. Mikroplastik und Industriechemikalien können das Grundwasser ebenso gefährden wie Pestizide und Nitrate aus der Landwirtschaft. Daher ist es der ÖVGW ein besonderes Anliegen, dass jede/r den eigenen Beitrag dazu leistet, dass Schadstoffe gar nicht erst in den Umweltkreislauf gelangen. So kann jede/r aktiv zur Erhaltung unseres Trinkwassers beitragen.

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